Vacation 06/2015 - Provence Teil 1 - Susanne und Joe

Juhuuuuu, Susanne und ich haben drei Wochen Urlaub und fahren passend zur Lavendelblüte in die Provence. Nach La Gomera hat sich die Provence zu meinem neuen bevorzugtem Reiseziel heraus kristallisiert. Vor zwei Jahren haben Susanne und ich eher zufällig das Gebiet um die Verdonschlucht entdeckt. Im letzten Jahr war ich dann mit Alina für 2 Wochen dort. Die Schlucht von Verdon, die Gänsegeier um Rougon, Lavendelfelder so weit das Auge reicht, Moustiers Ste. Marie, der Lac du Croix um nur einige der unbeschreiblich beeindruckenden Schönheiten zu nennen locken mich erneut in diese traumhaft schöne Landschaft.

Getrübt wir der Start allerdings, als ich das WOMI vom Parkplatz hole. Hat doch wahrscheinlich der gleiche Typ (Nachbar) das WOMI erneut an Motorhaube und diemal an der Fahrertür zerkratzt. So ein Arschloch!!! Ich ruf die Polizei an um den Schaden aufnehmen zu lassen. Eine Nachbarin kommt und sagt doch glatt: "na wenn sie das Wohnmobil auch immer so provokant hinstellen".... Erstmal sind 's normale Parkplätze vor unseren Wohnhäusern, und, refertigt das eine Straftat??? Am meisten Ärgert mich die Tatsache das ich wohl klein beigeben muss und mir einen anderen Parkplatz fürs WOMI suchen muss - will ja nicht, dass das so weitergeht. Zum kotzen....

Wir lassen uns aber den Urlaub jetzt nicht verderben, Klamotten und Lebensmittel werden eingeladen und los geht 's. Noch schnell bei den Schwiegereltern vorbei um Tschüss zu sagen und los geht 's über Köln, Luxemburg, Metz, Dijon, Lyon und Grenoble nach Valensole, unserem ersten Reiseziel. Bis Metz fahren wir über die Autobahn, danach geht 's Mautfrei weiter über die oft langgezogenen Landstrassen. Ein erstes Urlaubsgefühl stellt sich ein als wir immer wieder diese kleinen französischen Dörfer passieren. Wir stärken uns unterwegs mit reichlich Kaffee und Kuchen. Ich hatte gestern für Susi noch einen Dinkel-Mandel-Tortenboden aus dem Hofladen mitgebracht und mit frischen Erdbeeren und Bananen belegt. Hmmmm, echt lecker!!!! Kaum gesagt finden wir auch unseren ersten "Lost Place", halten kurz an um ein paar Fotos zu machen und uns die Beine zu vertreten. Gegen Abend picknicken wir an einem kleinen See bevor wir uns langsam auf die Suche nach einem Übernachtungsplatz machen. Die lange Fahrt war schon anstrengend, besonders für Susi. Mitten in der Pampa übernachten wir dann, wohl behütet...hahaha

Gut ausgeruht frühstücken wir und machen uns weiter auf die Reise. Zum Glück hatte ich keine Alpträume - der arme Kerl der da am Kreuz hängt ist ja nicht gerade mein bester Freund...hahaha. Wir passieren wieder wunderschöne Orte, denken an unseren Freund Mani, wenn wir ne Ente sehen, Susanne faszinieren die zahlreichen Kreisverkehre. Sind tatsächlich oft wunderschön und echt aufwendig gestalltet: mal ein kleiner Wald mit Birke, Kiefer, Tanne und Buche, dann ein riesiges Blumenmeer, Wasserspiele, Kunst, ja, sogar einen kleinen Teich mit Wasserfall gibt 's zu bewundern. Dann plötzlich ein Mohnfeld. Ist mir im letzten Jahr bei der Durchreise durchs Alpenvorland schon mal aufgefallen. Wunderschön, wir halten an und bewundern diesen eher seltenen Anblick. Schade, jetzt fehlt der blaue Himmel zum perfekten Foto. Es zieht sich langsam zu und fängt dann auch heftig an zu regnen.

Die Fahrt wird anstrengend: mal schickt uns der Navi auf die falsche Route, dann folge ich den falschen Hinweißschildern. Zum Glück ist mein Akku nach all dem Umzugsstress der letzten Wochen erstaunlicher Weise gut aufgeladen. Immer näher kommen wir unserem Ziel - ich rieche den Lavendel schon... Ein Stück fahren wir über die mautpflichtige Autobahn, und da erscheint die Abfahrt "Valensole". Einige Kilometer geht 's bergauf, die hunderte Lavendelfelder liegen ja auf der Hochebene um Valensole.Susi sitzt da ganz gespannt und da sind sie!!! Noch nicht so weit in der Blüte wie im letzten Jahr, aber diese frischen Blüten sind wunderschön anzuschauen. Ich kann mich doch nicht mehr so gut erinnern wo wir im letzten Jahr mit dem WOMI gestanden haben, fahren nach einigen Kilometern nochmal zurück und entdecken diesen nicht zu toppenden Stellplatz zwischen Lavendelfeldern und gesäumt von jungen Eichen. Er gehört zum "France Passion" Verbund, einem Netzwerk an Kleinbetrieben, Höfen und Kunstwerkstädten, ähnlich wie "Landvergnügen" in Deutschland.

Wir versuchen bei dem Betreiber so ein Abo zu erwerben, gibt 's aber nur auf Bestellung. Wir kaufen im kleinen Laden Lavendelhonig und Lavendelseife und bekommen zum Glück das o.k., eine Nacht hierbleiben zu dürfen. WOW, besser hätte der Urlaub nicht starten können!!!! Wir holen Tisch und Stühle aus den WOMI und decken den Abendbrottisch. Kaum auszuhalten, bei Vogelgezwitscher, Grillengezirpse und Lavendelduft den Sonnenuntergang zu beobachten. Wir laufen dann noch einen Weg entlang der nicht enden wollenden Lavendelfelder, unterschiedlich weit in der Blüte, Farbe und Größe, wellenförmig auf und ab bereitet der Boden den schnurr-stracks verlaufenden Pflanzenreihen einen weiteren besonderen Reiz. Wir kommen aus dem Schwärmen nicht heraus - was für ein einmalig schöner Anblick!!!!! Zurück am WOMI genießt Susi noch ein Glas Vino und Holunderblütensaft, ich esse nach 4-5 Wochen zum ersten Mal wieder die geliebten Erdnüsse, musste ja ein paar Kilo abnehmen, mit ohne Bauch ist 's schon angenehmer... hahaha. Wir lauschen den Vögeln bei ihrem Abendgesang, immer wieder unterbrochen vom lautstarken Gezirpes der Grillen. Der wunderschöne Sonnenuntergang erteilt den Fledermäusen ihr Startsignal zur Jagd nach Insekten.

Was haben wir gut und erholsam geschlafen. Bei einigen Tassen Kaffee mache ich mich ans Reisebericht schreiben, krabbel dann aber noch mal zu Susi ins Bett. Durchs offene Fenster strömt der Lavendelduft herein, wir beobachten die vom Wind sich wiegenden Lavendelhalme. WOW, das ist Urlaub in Vollendung!!! Nach dem Frühstück fahren wir mit den Fahrrädern los um diese einzigartige Landschaft zu erkunden. Unendlich viele Lavendelfelder, Reihen an Reihen, einjährige, zweijährige oder ältere Pflanzen, unterschiedliche Arten, unterschiedlich weit in der Blüte, mal vertikal, mal horizontal angelegt, ansteigend oder abfallend, immer wieder erkennen wir andere Farben und Formen, ein wunderschönes Lavendelspiel..... Und überall ein gesumse der abermillionen Bienen und dieser wunderbare, betörende Lavendelduft...., einfach der Wahnsinn....

Mittag sind wir wieder zurück am Platz, kochen lecker und fahren wenige Kilometer weiter zu einem abseits gelegenen Platz an einem Feldweg gelegen. Sind da morgens vorbei geradelt, ideal um hier eine weitere Nacht nahe Valensole zu verbringen. Wir relaxen, ein Nickerchen folgt dem Nächsten. Es zieht sich etwas zu, gewittert weit weg von uns links und recht in den Bergen, über uns aber blauer Himmel!!! Das Spiel der Wolken fasziniert jetzt, alles immer untermalt vom Summen der Bienen, zwitschern der Vögel und Lavendelduft.

Nach dem Frühstück fahren wir zu unserem nächsten Reiseziel Rougon, dem Aufenthaltsort der Gänsegeier. Es geht über Riez (hab hier im letzten Jahr zusammen mit Alina in ner Kneipe das Endspiel der Fußball WM gesehen), Moustiers Ste. Marie und entlang der großartigen Verdonschlucht, die ja "der kleine Grand Canyon" genannt wird und die größte Schlucht Europas ist. Zuerst haben wir einen einmaligen Blick auf den Lac du Croix, der Verdon mündet hier grün-schimmernd in einen der saubersten Badesees Frankreich. Was ein Anblick!!! Schön das wir noch in der Vorsaison hier sind, so gibt 's immer Platz an den vielen Haltepunkten um zu photographieren. Nicht genügend Platz gibt 's dann lustiger Weise zwischen einem VW-Bus und mir. Unsere Aussenspiegel knallen mit einem lauten Bums heftig aneinander, bis auf den Schrecken und ner kleinen Macke ist aber nichts passiert. In Palut, einem beliebten Ort für Wanderer und Kletterer halten wir kurz an um uns mit Baguette, Miele de Pin und Käse einzudecken. Hier mal ein großes Lob an Hilde und Petra: der Laakenhof-Käse steht dem französischen Käse in keinster Weise nach. Im Gegenteil: ich würde den Laaki und den Kümmelkäse nicht gegen den milden Ziegentaler und den Buchet eintauschen. Wo wir schon beim Loben sind: immer wenn wir am Gasherd etwas kochen (meistens Wasser für Kaffee...hahaha) denke ich an meinen Schwager Rainer, der letztens die verstopften Düsen der beiden Kochstellen gereinigt hat. Eine Flamme war nur noch voll klein, die andere ist ständig ausgegangen. Danke vielmals Rainer!!!!

Leider zieht sich der Himmel wieder zu als wir in Rougon ankommen. Wir parken und gehen erst mal zu dieser kleinen Creperie, wunderschön gelegen mit Blick auf den Canyon und auf den Sitz der Gänsegeier. Wir müssen leider drinnen Platz nehmen, es Gewittert rings rum, dem Geschmack der exzellenten Crepes tut 's aber keinen Abbruch. Wir gehen dann kurz durchs kleine Dörfchen und machen Siesta im WOMI. Ein paar Stunden später sieht 's Draußen nicht mehr ganz so düster aus und wir wagen den Weg zu den Geiern. Warm ist es, schon vom Weiten erblicken wir einige Vögel wie sie abflugbereit auf den Felsvorsprüngen sitzen. Als wir auf diesem riesigen Felsplateau ankommen sitzen an die 10 Geier in etwa 200 Meter Entfernung, durchs Tele gut zu erkennen. Ein Ägyptischer Geier hat sich wohl verflogen und hat sich zu den Gänsegeiern gesellt. Ein echtes Schauspiel wie er einen Gänsegeier jagt. Nach einiger Zeit begeben sich immer wieder 3 - 4 - 5 Vögel in die Lüfte und zeigen uns ihre Flugkünste. Na ja, sie lassen sich eher von der Thermik tragen, selten sehen wir wie sie durch ein paar Flügelschläge fahrt aufnehmen. Der kleinere Ägyptische Geier ist am Aktivsten und jagt hinter einer Dole hinterher - wow, was ist der schnell!!! Es werden immer mehr Tiere die sich kurz in die Lüfte bewegen und dann irgendwo unterhalb unseres Sichtfelds wieder landen. Aber wie für uns arrangiert geht plötzlich die Post ab, wir fühlen uns als währen wir mitten in einem Harry Potter Film. An die 50 Geier tauchen plötzlich auf, umkreisen uns, fliegen in einem Abstand von manchmal nur 30 Metern über unsere Köpfe hinweg. "Die attackieren doch keine lebende Beute" schießt 's uns kurzzeitig durch den Kopf. Sprachlos, verzaubert, überwältigt und faszinieret schauen wir ca. 5 Minuten diesem besonderem Schauspiel zu. "Unter Geiern", eigentlich bekannt bei Liebhabern von Karl May passt jetzt auf dem Punkt genau. So schnell wie 's begonnen hat ist die Flugshow auch wieder vorbei. Susanne und ich kommen aus dem Staunen nicht mehr heraus, es fehlen irgendwie die passenden Vokabeln um hier das zu beschreiben was da gerade vor und für uns geschehen ist. Amazing!!!!!!

Wir gehen den 2-3 Kilometer weiten Weg nach Rougon zurück, euphorisch glauben wir fast nicht was wir da gerade erlebt haben. Im WOMI essen wir zu Abend und ich schreibe das Erlebte direkt auf. Wir stehen an einem kleinen Parkplatz am Eingang zum 200 Seelen-Bergdorf mit herrlichem Blick auf das Bergmassiv. Ich schau so aus dem Fenster als ich meinen Augen kaum traue. Läuft da doch glatt ein Wildschwein über die Wiese am kleinen Friedhof...

Am nächsten Morgen geht der Naturkundeunterricht gleich weiter: auf der Friedhofsmauer zeigt ein Vogelmänchen seinen Balztanz, das Weibchen lässt diese Imponiergehabe aber eher kalt. Eine Elster verspeist ein junges Vogelkücken, die attackierende Mutter kann aber nichts mehr ausrichten. Bei blauem Himmel entscheiden wir uns nochmals zu den Geiern zu gehen. Die Fotoausbeute war gestern nicht so toll, der Kontrast fehlte am Himmel. Wir schlendern zuerst nochmal durch Dörfchen, entdecken eine kleine Kunstwerkstatt. Als wir später an dem Aussichtsplateau ankommen sind ist nicht ein Geier zu Hause. Auch in der Luft sind gerade mal 3 Vögel in weiter Entfernung sichtbar. Es wird uns klar was für ein riesen Glück wir am Vortage hatten. Ca. 5 - 6 Meter unter uns zieht sich ein leicht bewachsener Gürtel entlang der steilen Felswand. Wir gehen einige hundert Meter Bergab um gefahrlos auf diesen Streifen zu gelangen. Von dort geht 's wieder Aufwärts in Richtung Geier, ich möchte zugerne näher an die Stelle kommen wo die Vögel meisten sitzen. Oben an der Plattform ist das ja nicht möglich, ein Elektrozaun sperrt das Gelände weiträumig ab. Ich möchte sooo gerne eine Feder finden, hab im letzte Jahr zusammen mit Alina schon immer ausschau gehalten. Uns fallen große, weiße Schmetterlinge auf, leider keine Chance mal eine mit ausgebreiteten Flügel vor die Linse zu bekommen. Als wir unterhalb der Plattform angekommen sind möchte Susanne nicht mehr weiter gehen.

Mich treib 's aber näher an den Platz heran auf dem wir gestern die Gänsegeier gesehen haben. Ca. 50 Meter vor dem Felsen auf dem die Vögel gesessen haben finde ich einige abgenagte Knochen, und dann, wenige Meter weiter liegt doch glatt eine große Feder!!! Ich bin überglücklich - sage mir, wo Eine ist liegen bestimmt auch noch mehr herum. Und richtig - ich finde weitere teils wunderschön erhaltene Exemplare. Da stehe ich auf einmal direkt vor einem riesigen, abgenagten Kadaver. Meine Knie werden weich, das hätte ich nicht erwartet. Schnell ein Foto und ab zurück in respektvollerem Abstand vom Ort des Fress-Gelagers. Weiter halte ich erfolgreich Ausschau nach Federn. Ich hätte meinen Blick vom Boden auch mal wieder nach Oben richten sollen. Mein Herz stand plötzlich still als im Abstand von gerade mal 6 - 7 Meter ein riesiger Gänsegeier direkt über mir herfliegt. Jede einzelne Feder, Augen und Schnabel kann ich erkennen. Ich fühle mich wieder wie in einen Harry Potter Film, als die Todesser aus den Lüften attackieren. Was für ein Nervenkitzel!!! Ich bin so durcheinander, dass ich es nicht mal hin bekomme den Vogel aus nächster Nähe zu photographieren - eigentlich bin ich geübt in solchen Situationen... Was für ein grandioses Abenteurer - oder bin ich eher Wahnsinnig????

Susanne macht erst mal ein paar Fotos mit meinen Trophäen. Immer wieder schildere ich ihr das Erlebte. Wir setzen uns nochmals in die Créperie Le Mur d' Abeilles, welche sicherlich das Prädikat "Weltklasse" verdient, und lassen bei Crépes, Eis und Espresso all die erlebten Eindrücke um die Gänsegeier wirken.

Weiter geht 's auf den Weg in ein kleines Bergdorf namens Trigance, welches mir im letzen Jahr schon bei der Vorbeifahrt aufgefallen war. Echt nett dieses kleine Örtchen. Daneben ist die Tatsache, dass die auf einem Hügel gelegene Burg nur für wohlhabende Gourmets zugänglich ist... Ce la vies... Wir entdecken halt die zahlreichen ebenso imposanten Reize dieses Dörfchens. Wieder entdecken wir eine Künstlerin bei der Arbeit, kaufen einige Leckereien in einer Boulangerie ein und genießen wieder einmal die herrliche Aussicht von unserem Stellplatz.

Am nächsten Morgen fahren wir recht früh los mit Ziel Moustiers Ste. Marie. Wir nehmen die südlich gelegene Corniche Sublime Route, die eindrucksvollere Variante. Gemächlich schlängelt sich die Straße höher und höher bis wir die Artuby-Brücke erreichen. In der Hochsaison werden hier Bungee-Sprünge angeboten - 200 Meter tief geht 's hinunter. Die Straße schraubt sich bis auf über 1200 Meter hoch, ein Blick in 700 Meter tiefe Felsspalten verursachen bei Susanne schon manchmal ein mulmiges Gefühl. Krass sind die beiden kurzen Tunnel, wo Gegenverkehr ein echtes Problem wäre. Mir mach 's riesig Spaß diese geniale Strecke zu fahren. Im Vergleich zum letzten Jahr ist es zwei Wochen vor Hochsaison-Start ruhig und eher wenig befahren. Einige Male halten wir an, unterhalten uns mit einem 67 jährigem Radrennfahrer, der die komplette Schlucht seit vielen Jahren immer wieder in einer Etappe umrundet. Wow, was haben diese Sportler für ein Power. Nach einem Stopp an einem Restaurant mit fantastischem Blick auf den Lac de Ste.Croix geht unserem WOMI der Power aus - es macht keinen Mux mehr, will nicht mehr anspringen. Ich versuch 's immer wieder und rufe schließlich den ACE an. Hilfe kommt gleich, Zeit zum Reisebericht schreiben.

Der Platz ist für ne Panne recht passabel, müssen wir dann doch über 2 Stunden auf den Servicewagen warten - Mittagszeit halt... Es ist der Anlasser, werden wir wohl nach unserer Rückkehr reparieren lassen müssen. Jetzt geht 's erst mal weiter nach Moustiers Ste.Marie, vorbei am grün schimmernden Lac du Ste.Croix. Das Treiben dort ist echt noch recht entspannt, wird sich wohl auch erst mit Ferienbeginn am 04 Juli ändern. Wir erreichen schließlich den Campingplatz Manaysse, suchen uns einen schönen Stellplatz aus und da haben wir auch schon das nächste technische Problem. Irgendetwas stimmt mit dem Stromanschluß nicht. War mir gestern auf dem Stellplatz in Trigance schon aufgefallen, hatte es da aber eher auf die eher klapprige Anschlussapperatur geschoben. Ich lese in der Betriebsanleitung nach und teste den FI Schalter. Funktioniert nicht.... na klasse. Jetzt schwinden langsam meine Reserven und ich bin ganz schön genervt zum Leidwesen von Susanne.... sorry. Das WOMI steht voll schief, die Auffahrkeile sinken in dem etwas durchweichten Boden ein, der Wasserschlauch ist 2 Meter zu kurz, fuck - jetzt hat sich wohl alles gegen uns verschworen??? Ich bitte den Campingplatzbetreiber um Rat, er erinnerte sich noch an mich von unserem Aufenthalt hier im letzen Jahr. Er kommt mit einem Messgerät und checkt die elektrische Anlage. Es ist unser langes Stromkabel. Hätte ich nie gedacht, dass da der Fehler liegt. War sau teuer, extra für Feuchträume geeignet. Hat mich aber irgendwie die ganzen Jahre geärgert. Es war recht steif und ewig vertüddelt. Wahrscheinlich der Grund das es jetzt irgendwo gebrochen ist. Wir bekommen flux ein anderes Kabel geliehen, ich fahre nochmal ein paar Meter vor, Wassertank aufgefüllt, Auffahrkeile besser positioniert, ich komm langsam wieder runter auf Urlaubsmodus. Wir machen es uns gemütlich, grillen Auberginenscheiben, Zwiebelringe, Paprikastreifen, Gehacktes und Knobiwurst, alles überbacken mit Kräutertaler vom Laakenhof. Wir schauen den Gleitschirmfliegern zu die oberhalb von Moustiers ihre Kreise drehen,Susanne will ja eventuell auch Fliegen.

Mehr davon im zweiten Teil unseres Reiseberichtes... 2015 - Provence - Teil 2

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