Vacation 05/2014 - Tribute to Jon Lord - Wasserschloss Erfttal - Susi und Joe
Tribute to Jon Lord

Eine ganz besondere Konzertreise steht an diesem Wochenende auf dem Plan, und zwar das "Tribute to Jon Lord" Konzert in Bergheim an der Erft.

Eine zehnköpfige Rockband gruppiert um die drei Musiker von RAGE, Martin Doepke an der Hammond Orgel sowie das 30-köpfige "NuMetal Symphonie" Orchester haben mich seit Monaten auf dieses Event hin fiebern lassen.

Musiker und Orcheter

Ich mache mich bereits Donnerstag mit dem Wohnmobil auf den Weg Richtung Köln um schon bei der Generalprobe mit dabei zu sein.

Besser hätte das Timing nicht sein können: passend zu „Child in Time“ betrete ich den Medio.Rhein.Erft Konzertsaal.

Sofort ergreift mich ein unbeschreibliches Gefühl, ich bekomme eine Gänsehaut, die Tränen schiessen mir in die Augen. Im Nuh sehe ich mich zurück katapultiert in die 70ger Jahre, als wir "langhaarigen Hippies" Songs wie diesen geliebt haben.

Später begrüsse ich Victor, Peavy, André, Martin und den Percussionisten Mario Argandona, der viele Jahre zusammen mit Jon Lord auf Konzertreisen unterwegs war.

Susanne und ich haben uns während der letzten Tage etliche Konzertvideos von Jon Lord auf YouTube angeschaut und gerade Mario (der Indianer) ist uns mit seiner besonderen Ausstrahlung aufgefallen.

Victor Smolski, Martin Doepke, Joe, Peavy Wagner, Mario Argandona

Ich geniesse die mehrstündige Generalprobe und fahre spät Abends zum nahegelegenen Wohnmobil Stellplatz direkt neben dem Wasserschloss Paffendorf.

Nach dem Frühstück mache ich einen kleinen Rundgang ums Wasserschloss und fahre dann wieder nach Bergheim. Ich hole Susanne am Bahnhof ab, sie musste noch arbeiten und konnte nicht schon am Vortag mitfahren.

Wir geniessen zusammen den zweiten Teil der Generalprobe. Was für eine Setlist erwartet uns am Abend: „Highway Star“ gesungen von Henning Basse, „Child in Time“ gesungen  von Elke Schlimmbach, „When a Blind Man Cries“ gesungen von Peavy Wagner, „Sarabande“, „Hush“, „Woman From Tokyio“ um nur einige zu nennen. Echt grandios was Schobbe Vois und Martin Doepke da auf die Beine gestellt haben.

Einer der vielen Leckerbissen ist „April“. Martin Doepke hat die Partitur für das verloren gegangene Stück in mühevoller Kleinarbeit rekonstruiert und arrangiert. Gänsehaut pur!

Dank an Musiker und Orchester für das geniale Konzert

Victor zeigte wieder mal Gitarrenarbeit die unterstreicht, warum er zu den Besten seines Fachs gezählt wird.

Dieses einzigartige Konzerterlebnis landet bei Susi und mir sicherlich in den Top 10.

Wasserschloss Paffendorf

Das restliche Wochenende verbringen wir dann im Erfttal.

Wir stehen mit unserem Wohnmobil ja direkt neben dem Wasserschloss Paffendorf. Wir bewundern den Schlosspark mit den uralten Bäumen wie der Trauerbuche oder dem Mamutbaum, besichtigen die Gebäude und geniessen Cappuccino und Eis im Innenhof des Schlosses.

Einen faden Beigeschmack hat das Ganze allerdings. Die RWE ist wohl Eigner des Anwesens und informiert überall über den Braunkohletagebau der hier in der ganzen Region stattfindet.

Braunkohletagebau

Wir radeln entlang der Erft, und beobachten immer wieder irgendwelche Hinweisschilder auf den Braunkohletagebau, der diese Region prägt. An die 10 km fahren wir Schnurrstracks über eine stillgelegte Trasse als sich vor uns der Wahnsinn auftut.

Einfach unfassbar dieser Anblick ......
700 Millionen Kubikmeter Sand, Ton und Kies wurden hier beiseite geschafft, ganze Dörfer einfach platt gemacht damit man jährlich 40 Millionen Tonnen Braunkohle gewinnen kann. Neben dem fatalen Eingriff in den Wasser-haushalt in der kompletten Region ist Braunkohle der klimaschädlichste aller Energieträger.

Die Betreiber stellen den Braunkohletagebau dann auch noch äußerst positiv dar das man einfach nur noch kotzen könnte.

Braunkohletagebau

Wir sind nur noch sprachlos.....

www.bund-nrw.de/bund-gegen-garzweiler/

www.greenpeace.de/widerstand-gegen-kohle/

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