Vacation 05/2006 - Moskau - Joe unterwegs mit RAGE
RAGE Konzert vor tausenden Besuchern

Moskau, die Millionen-Metropole aus dem riesigen Reich der ehemaligen Sowjetunion. Hätte es früher nie für möglich gehalten, dass ich mal über den Roten Platz schlendern würde - jetzt bin ich Dank Victor und RAGE schon zum zweiten Mal in Russland.

Gestartet habe ich die Reise wie schon in 2005 in St. Petersburg. RAGE treten hier und in Moskau als Supportband für die erfolgreiche Russische Band Kipelov, zu vergleichen mit den Scorpions aus Deutschland, auf und haben mich als "Dankeschön" für meine Arbeit als ihr Webmaster mitgenommen. Nebenbei soll ich die Reise und die Konzerte per Bild und Ton dokumentieren, es soll später eine "Live in St.Petersburg" DVD produziert werden.

Ich treffe Pavel und Konstantin vom RAGE Fanclub, beide waren schon mal meine Gäste in Deutschland wenn sie zu RAGE Konzerten oder für Unterrichtseinheiten bei Victor in Deutschland waren. Sie begleiten uns von St. Petersburg nach Moskau, stehen mir nach den vom Veranstalter organisierten Konzerttagen hilfreich zur Seite.

Der Rote Platz  - Joe vor Basilius Kathedrale - Das Hilton Moscow Leningradskaya Hotel - Victor Smolski

Nach den beeindruckenden Konzerten von RAGE und Kipelov in St. Petersburg fahren wir mit dem Nachtzug nach Moskau und checken im Hilton Moscow Leningradskaya Hotel ein. WOW, echt krass hier. Das Gebäude ist schon recht imposant wie auch die Empfangshalle mit kleinen Souvenirläden und die Speisesäle mit ihren fetten Kronleuchtern und feinstem Essen.

In 2005 hatten wir nach den Konzerten nur eine halbe Stunde Zeit um auf dem Roten Platz ein paar Fotos zu schießen, bevor wir zurück zum Airport und nach Deutschland mussten. Damals hatte ich mir geschworen: wenn ich nochmal die Chance bekomme nach Moskau zu kommen, werde ich mein Visa für einige Tage länger ausstellen lassen. Jetzt bin ich hier und habe ein paar Tage Zeit mir einige der bedeutesten Orte in dieser riesigen Stadt anzuschauen.

Los geht's natürlich auf dem Roten Platz. Was für ein ganz besonderer, unvergesslicher Augenblick, hier auf diesem riesigen Platz zu stehen: hinter mir befindet sich das historische Museum und das Auferstehungstor, links vor mir das riesige Warenhaus GUM, am hinteren Ende die markante Basilius-Kathedrale und rechts das Lenin-Mausoleum vor den Mauern des Kremls. Es gibt sicherlich nicht viele vergleichbare Orte auf der Welt. Ich bleibe ständig stehen, drehe mich, rundum überwältigende Eindrücke.

Blick über die Moskwa zum Kreml

Zusammen mit Christian Behrens, der das neuere Layout der RAGE Website programmiert hat, verbringen wir einen ganzen Tag auf dem Roten Platz. Wir besichtigen die Basilius-Kathedrale, besuchen Genosse Lenin, umrunden die nicht enden wollende Kreml Mauer, um in den inneren Bereich des Kremls zu gelangen. Hier befinden sich neben dem Amtssitz des Präsidenten der Russischen Föderation zahlreiche Sakralbauten, Kathedralen, Paläste und Verwaltungsgebäude. Wer hat sich hier nicht alles rumgetrieben - Zaren und Machthaber, Zeugen ihres Wirkens sind überall zu entdecken. Was für eine geballte Ladung an Sehenswürdigkeiten. Leider müssen wir unsere Kameras beim Eintritt in die Gebäude abgeben.

Später überqueren wir noch die Moskwa, von hier haben wir diesen bekannten Blick auf den Kreml wie oft im Fernsehen zu sehen. Wir streifen kurz durch das GUM, ist aber nichts für uns. Zurück geht's mit der U-Bahn - Rushhour in Moskau ist allerdings nichts für Kleinstädter und Weicheier - wie gelassen die Moskauer dieses Treiben hinnehmen ist echt beeindruckend. Was bleibt ihnen auch anderes übrig...

Beeindruckend die U-Bahnstationen

Nicht nur die Reisenden in den U-Bahnstationen haben mich beeindruck, die U-Bahnstationen selbst sind zum großen Teil der Hammer. Man könnte meinen wir sind in einem Museum und nicht tief unter der Erde. Die Moskauer Metro genießt zu Recht den Ruf der schönsten U-Bahn der Welt zu sein. Für den Bau der 1935 gebauten Stationen wurden die besten Architekten, Maler und Ingenieure beauftragt, es wurden an die 100 Sorten Marmor und Granit, Kalkstein, Rhodonit und viele andere Gesteinsarten verwendet. Pavel und Konstantin benennen uns einige dieser sehenswerten Stationen, so planen wir unsere Fahrten anhand ihrer Vorgaben.

Sightseeing mit Pavel und Yulia

In den wenigen Tagen die wir hier in Moskau verbringen können wir nur einen kleinen Teil der zahlreichen interessanten Orte erkunden, alles ist aber höchst interessant und beeindruckend. Mal treffen wir uns zum Sightseeing mit Pavel und seiner Frau Yulia, dann wieder mit Victor und Rina Lee, der Managerin von Kipelov.

Abends werden wir einige Male in traditionelle, landesspezifische Restaurants wie z.B. Aserbaidschanisch oder Kaukasisch eingeladen. Da gibt es dann "Sakusski" mit geräuchertem Stör, gesalzenem Lachs, Kaviarhäppchen, Hering mit Zwiebeln, Zunge mit Meerrettich, Bratenscheiben, eingelegten Pilzen, marinierten Knoblauch oder Bärlauch als Vorspeise, auch Pferdefleisch steht auf der Speisekarte. Dazu genehmigen sich die Anderen natürlich diverse landestypisch und hochprozentige alkoholische Getränke. Wie lustig und interessant in diesen Runden zu sitzen und den verrücktesten Geschichten zuzuhören. Was für ein besonderer Urlaubstrip!!!!

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