Stories 1984 - Arbeitsaufenthalt in Saudi Arabien

Das war schon ein einschneidendes Erlebnis für mich dieser 1 ½ jährige Arbeitsaufenthalt in Saudi Arabien. Ich erzähl euch erst mal wie's überhaupt dazu gekommen ist.

Als Baustoffprüfer war ich ja bei den Dyckerhoff Zementwerken in Neubeckum tätig. Der ehemalige Laborleiter Dr. Loch hatte einige Jahre zuvor das Zemlabor in Beckum übernommen und Kontakte in alle Welt gehabt. Eines Tages war er wieder einmal im Labor der Dyckerhoff Zementwerke zu Gast und sprach mich an, ob ich nicht Interesse hätte für 1 ½ Jahre in einem von Krupp Polysius neu errichteten Zementwerk in Saudi Arabien tätig zu werden. Ich war zu diesem Zeitpunkt gerade seit einigen Tagen "Solo" und trauerte der zerbrochenen Beziehung nach. "Jetzt oder nie" dachte ich mir und sagte nach ein paar Tagen Bedenkzeit zu. Hingegen früherer Fälle musste ich bei der Dyckerhoff AG kündigen und im Zemlabor Beckum einen Arbeitsvertrag unterschreiben - das Zemlabor hat mich dann an die Krupp Polysius AG aus Neubeckum weiter verliehen. Ich kannte 3 Baustoffprüfer aus meiner Ausbildungszeit, die bereits ähnliche Arbeitseinsätze in fernen Ländern unternommen hatten, Manfred Mehler aus Ennigerloh sollte sogar in das gleiche Zementwerk in Saudi Arabien reisen - er im chemischen, ich im physikalischen Bereich.

Im August habe ich dann meine Tätigkeit im Zemlabor Beckum aufgenommen. Als erstes habe ich mich in die A.S.T.M. (American Standard), in die B.S. (British Standard) und in die Saudi Arabische Norm einarbeiten müssen. In Deutschland haben wir nach der DIN 1164 gearbeitet, ich hatte keine Ahnung, dass die Amerikanische und Britische Norm so unterschiedlich waren und in meinen Augen eher hinter weltlich waren. Haben wir hier einen Mörtel in einem standardisierten Mischer angerührt, so machten es die Briten mit 2 Maurerkellen per Hand!!!??? Unfassbar - die spinnen dich!!! Zudem musste ich wieder Englisch lernen. Ich hatte fast alles vergessen und bekam bei einer pensionierten Lehrerin in Neubeckum Nachhilfeunterricht.

War schon ganz schön aufregend die Zeit. Ich habe meine Wohnung in der alten Schule in Ahmenhorts in Oelde aufgegeben und meine Möbel und Klamotten erst mal in meinem Elternhaus in der Agnes-Miegel-Strasse in Neubeckum untergestellt. Abschiedsparties mit den ehemaligen Arbeitskollegen von Dyckerhoff, meinen Freunden aus Neubeckum, Rheda und Gütersloh sowie den Mitgliedern des Skatvereins "Karo Bube" aus Beckum wurden gefeiert. Ich hab damals noch ganz schön heftig gesoffen und im Suff echt viel Mist angestellt. Ich glaube es war höchste Zeit das ich damals aus dieser Lebenssituation rausgekommen bin. Sollte allerdings noch 2 weitere Jahre dauern bis ich dank der Hilfe von Dr. Loch den Schritt in die Abstinenz unternommen habe. Das ist aber eine andere Geschichte...

Arbeitsaufenthalt in Saudi Arabien

Im Oktober 1984 ging's dann los. Oh man, was für eine Situation: weck von allen Freunden, Familie und Kollegen hinein in ein völlig unbekanntes Land, ja sogar in eine völlig unbekannte Welt. Ich bin bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht einmal geflogen. Ein Fahrer von Polysius hat mich in Neubeckum abgeholt und zum Flugplatz nach Düsseldorf gebracht. Dort habe ich mich mit einem zukünftigen Kollegen getroffen, der mich sozusagen ans Händchen genommen hat und mir beim Check-In geholfen hat. Wir mussten erst nach Paris fliegen, dort umsteigen und dann ging's im Direktflug nach Dhahran in Saudi Arabien. WOW, der erst Flug ist schon ganz schön krass. Hätte ich nie gedacht das es über den Wolken auf 8.000 bis 10.000 Metern Höhe so cool aussieht.

Tja, da war ich nun in Saudi Arabien. Der erste Kontakt zu den Arabern in ihren schnee-weißen Thawb-Gewändern und der Kufiya-Kopfbedeckung die in der pompösen Empfangshalle des Airports unterwegs waren, Temperaturen über 30°C Ende Oktober, Palmen und Sand, das sind Bilder die mich die nächsten 18 Monate begleiten werden. Auch die Kontrolle unseres Gepäcks zeigte mir, dass die Uhren hier anders gingen. So bin ich ja nicht mal auf der Transitstrecke nach Berlin oder an innerdeutschen Grenzübergängen in Berlin gefilzt worden. Ich hatte natürlich nichts Verbotenes wie diverse Zeitschriften, Schweinefleisch geschweige denn Alkohol dabei. Es saßen hier auch Europäer im Knast und konnten sich in regelmäßigen Abständen ein paar Peitschenhiebe abholen!!! Das ist kein Scherz!!! Kurz bevor ich meine Reise angetreten hatte habe ich im Stern noch einen Bericht über Saudi Arabien gelesen, wo von öffentlichen Hinrichtungen und Abschlagen von Händen nach Diebstahl berichtet wurde. Die Deutsche Botschaft hat uns in Schreiben zum Jahreswechsel immer darauf hingewiesen, dass sie Machtlos wären, wenn wir z.B. wegen Handels mit Alkohol, pornographischen Darstellungen oder außerehelichen Beziehungen zu Frauen verurteilt würden und im Gefängnis einsitzen müssten. Kein Mensch könnte uns daraus holen. Wenn ich jetzt dran denke wie wir "mit dem Feuer" gespielt haben wird mir echt schlecht. Hab ja schon mal in einer anderen Story über "Glück gehabt" geschrieben - in Saudi Arabien hatte ich einige male verdammt viel Glück!!!!!!!

Einer der schönsten Wohncontainer mit Schilf im Vorgarten - abendlicher Vorbeimarsch der Kamele - Manfred Mehler im Store - mein Zimmer - Fuhrpark -  Heilig Abend bei 25°C im Pool

Auf ging's ins Saudi - Kuwaitische - Zementwerk S.K.C. in Khursaniyah, nahe Al Jubail am Persischen Golf. Sand, Sand, und nochmal Sand, Highways, Raststädten, Kamele, das war alles was wir unterwegs sehen konnten. Nach ein paar Monaten habe ich mich an dieses Bild gewöhnt, jetzt war's aber ganz schön krass und fremd. Noch fremder war das Containerdorf, indem ich vom Fahrer abgesetzt wurde. An die 100 Europäer waren hier in Containerwohnungen untergebracht. Das Zementwerk stand kurz vor der Fertigstellung, wir waren in einer Phase der Übergabe an den Auftraggeber.

Ich gehörte zu einer 30-köpfigen Technical Assistant Crew, die für 1 ½ Jahre in allen Abteilungen des modernen und größten Saudi Arabischen Zementwerks der damaligen Zeit die Mitarbeiter aus allen erdenklichen Nationen anleiten und überwachen sollten. Die meisten, zu erheblichem Wohlstand gekommenen Araber, waren ja in kaufmännischen Führungspositionen, in Banken, Handel oder der Ölindustrie beschäftigt. Hunderttausende von Indern, Pakistanis, Philippinos, Thais, Ägyptern und Sudanesen machten die "Drecksarbeit". Da der Standard und die Arbeitsweise in Ländern wie Indien zu der damaligen Zeit sich erheblichst von der der Europäer unterschied, bestand beim Lieferant und beim Eigentümer die Angst, eine so moderne Anlage wie das neu errichtete S.K.C. Zementwerk könne die Übergangsphase nicht heil überstehen. Tatsächlich gab's da einige Beispiele, wo modernste Anlagen innerhalb kürzester Zeit zu Klump gefahren wurden.

Ich bezog meine kleine Containerwohnung die aus einem Schlaf- und Wohnraum mit kleiner Küchenzeile und einem Bad bestand. War recht karg eingerichtet, hat sich erst innerhalb der nächsten Monate gemütlicher gestalltet. In den 1 ½ Jahren bin ich zudem 3 mal in komfortablere Containerwohnungen umgezogen. Einige Arbeitskollegen hatten echt viel Aufwand betrieben um ihr kleines Zuhause gemütlicher zu gestallten. Bei Bob aus England hingen Fototapeten von Strandidylle an den Wänden, mache hatten sogar einen kleinen Garten mit Bambuspflanzen angelegt.

Im Containerdorf gab es einen Speisesaal, wo wir gegen Vorlage von Essensmarken echt super bewirtet wurden. Unvergesslich die "scrambled eggs with spices"!!!! Neben dem Speisesaal war ein Aufenthaltsraum mit Fernseh- und Videoapparat, einen Kicker und einem Billardtisch. Neben diesem Gebäude stand ein Container, welcher als kleiner Supermarkt-Store diente. Dahinter befand sich unser Fuhrpark, wir hatten später alle ein Mofa, mitdem wir ins Werk fahren konnten. Anfangs wurden wir vom "verrückten" Conzales in einem kleinen Bus herum chauffiert. Dann gab's noch eine Sporthalle, einen Tennisplatz und einen riesigen Swimmingpool. Schon krass Heilig Abend bei 25°C im Pool ein paar Bahnen zu ziehen.

Arbeitsaufenthalt in Saudi Arabien

Manfred Mehler, der schon einige Tage zuvor angereist war und bereits als Angestellter von Krupp Polysius Erfahrungen bei Auslandseinsätzen gesammelt hatte, half mir während der ersten Tage mich zu orientieren. Im riesigen niegel-nagel-neuem Labor- und Verwaltungsgebäude lernte ich dann meine nächsten Vorgesetzten und die vielen Labor-Mitarbeiter aus den unterschiedlichen Bereichen kennen. Bedingt durch die zahlreichen unterschiedlichen Herkunftsländer, Kulturen und Religionen der Beschäftigten im S.K.C. Werk hat es Strukturen gegeben, die ich erst einige Zeit später verstanden habe. Ganz Oben waren natürlich die Saudis, gefolgt von Ägyptern und Indern aus den höchsten Kasten, dann ging's je nach Bildungsstand weiter bis hin zu Menschen mit geringer Bildung oder aus den untersten Kasten. War echt krass zu sehen, wie ehrfurchtsvoll diese Menschen vor den "höher Gestellten" gebückelt haben. Ich habe viel über die unterschiedlichsten Kulturen und Religionen erfahren - vieles äußerst interessant, teilweise aber auch brutal und schockierend.

Mr. Kilpadikar - ein ca. 60-jähriger Inder (Brahmane - höchste Hindu-Kaste) (why don't we have a nice cup of tea) war der oberste Laborleiter

Dr. Afsar Sulaiman - ein junger Inder (Moslem), habe mich mit ihm angefreundet und seine Familie später in Indien besucht

Brendan Russell aus Irland - haben uns recht schnell angefreundet (Brendan war im Juni 1984 auf dem selben "YES Konzert" wie auch ich

Mr. Nanda - ein junger Inder (Brahmane - höchste Hindu-Kaste), ewig dicht vom Betel-Nüsse-kauen

Cha-Cha (Onkel) Khira - ein ca. 60-jähriger Inder (Moslem), Mitarbeiter im physikalischen Laborbereich, ein väterlicher Typ

Mr. Thomas - ein junger Inder (Katholik), Mitarbeiter im physikalischen Laborbereich, hatte mit meiner Mofa einen schweren Unfall

Mr. Saddiki - ein ca. 40-jähriger Inder (Moslem), Mitarbeiter im physikalischen Laborbereich, ewig dicht vom Betel-Nüsse-kauen

Mr. ??? - ein ca. 40-jähriger Inder (Moslem), Mitarbeiter im physilkalischen Laborbereich, ewig dicht vom Betel-Nüsse-kauen, Frau verbrannt

Mr. Tarek - ein ca. 40-jähriger Pakistani (Moslem), ein hervorragender Chemiker, etwas weltfremd, haben uns lange noch geschrieben

Mr. Asmutula - ein ca. 50-jähriger Inder (Moslem), ein besserwissender, abgedrehter Chemiker

Mohmat - ein lieber, netter Inder - er hat glaub ich den ganzen Tag nur Tee gekocht und geputzt!!!

Mr. Sukum - ein junger Thai und der aufgedrehte Toni aus Irland - beide in der X-Ray Abteilung

Waren schon recht aufregend die ersten Wochen / Monate. Ich tat mich schwer mit der Englischen Sprache, zum Glück hatte ich mich recht schnell mit Brendan Russell angefreundet, war dadurch bedingt öfters mit den Britten zusammen als mit Deutschen Kollegen. Das schulte meine Sprachkenntnisse natürlich ungemein. Auch die Arbeit nach den eher fremden Amerikanischen und Britischen Normen war nicht leicht. Zum Einen war ich Krupp Polysius verpflichtet, musste die ersten Tage eine riesige Liste des gelieferten Labor-Equipment checken, zum Anderen musste ich dem Auftraggeber Rede und Antwort stehen. Wir sind ja praktisch bei Null angefangen - ne ganz schöne Herausforderung für mich, da ich ja zuvor nur in einem funktionierenden, eingespielten Team im Dyckerhoff-Labor in Neubeckum nach Anweisungen gearbeitet hatte.

Arbeitsaufenthalt in Saudi Arabien

In meiner 11-jährigen Beschäftigungszeit (incl. 2 ½ jähriger Ausbildungszeit) gehörte ich sicher nicht zu den Fleißigsten, das Arbeitstempo mit dem hier im S.K.C. Zementwerk gearbeitet wurde war allerdings ein Thema, mit dem ich mich lange, lange Zeit auseinander setzen musste. Bei Arbeitsbeginn Tee trinken und Numkin essen, erzählen wie es Vater und Mutter geht, Füße waschen und zum Beten verschwinden, alles war wichtiger als mit der Arbeit zu beginnen....hahaha Ich hatte echt keine Ahnung wie ich mich verhalten sollte: zum Einen hatte ich Angst, meine Vorgesetzten könnten mit meiner Arbeit als verantwortlicher Technical Assistant nicht zufrieden sein, zum Anderen scherten sich meine Mitarbeiter einen "Scheiß Dreck" um mein Vorhaben, ihnen die mir bekannten Deutschen Arbeitsmaßstäbe zu vermitteln. Fragte ich einen Mitarbeiter, ob er diese oder jene Aufgabe erledigen könne kam nicht selten die Antwort "In sha Allah", was so viel bedeutet wie "wenn Gott will". Tja, und wenn Gott nicht wollte stand ich da mit meinem Talent. Anfangs hab ich die Arbeit dann selber erledigt, nach ca. einem halben Jahr hatte sich ein gewisser Mindeststandard eingespielt.

Auch mir machte es mehr und mehr Spaß morgens Tee zu trinken und dabei unendlich viel über dieses riesige Land Indien mit den zahlreichen Bundesstaaten und den verschiedenen Religionen und Lebensweisen zu erfahren, über Pakistan und den Himalaja oder über Thailand und die Philippienen. All diese endlosen Gespräche haben meinen Horizont und mein Wissen über diese Länder fernab von Europa ungemein erweitert.

Außer der mir gewöhnungsbedürftigen Situation am Arbeitsplatz hat es zudem wohl ein halbes Jahr gedauert, bis ich dieses Leben in der Arabischen Welt halbwegs verstanden habe. Die Uhren gingen hier einfach anders!!!! Tatsächlich schrieben wir ja auch das Jahr 1405 als ich in Saudi Arabien ankam, die Woche begann mit unserem Sonntag, 5 mal am Tag rief der Muezzin zum Gebet. Nach Feierabend fuhr an 2-3 Tagen in der Woche ein Bus von unserem Camp in die nächst gelegene Stadt Al Jubail. Kaum waren wir dort angekommen rasselten mit heftigem getöse die eisernen Rollos der Geschäfte und Restaurant herunter - "Prayer" war angesagt. So saßen wir of bei sengender Hitze auf Bordsteinkanten und warteten, bis das öffentliche Leben wieder losging. Später, als wir uns auskannten, haben wir unsere Besuche so getimt, dass wir sofort in bekannte Restaurants gingen, schnell bestellten und passend zur Betzeit unser Essen vor uns stehen hatten. Die Türen wurden abgeschlossen und wir konnten in Ruhe essen. Als wir zu Ende gespeist hatten hörten wir schon, wie die ersten Rollos wieder hochgeschoben wurden, wir bezahlten und hatten dann ausgiebigst Zeit zum Shoppen. Perfektes timing!!!! Wie gesagt - hat einige Monate gedauert, bis wir den Bogen raus hatten.

Die zahlreichen Arbeiter aus den unterschiedlichsten Ländern haben natürlich auch einen Teil ihrer Kultur mitgebracht, so gab es bezüglich der Restaurants ein breit gefächertes Angebot. Bevorzugt und geliebt haben wir die Indische Küche mit dem berühmten "Chicken Tikka Masala" und Naan Brot, aber auch die scharfen Thai und Philippinischen Gerichte wie auch die Ägyptische oder Libanesische Küche. Wir haben mit der Zeit sogar gelernt mit den Fingern zu essen.

In den Geschäften interessierte ich mich Anfangs für Musikkassetten, später kamen CD's und mein erster CD Player dazu. Es waren Alben von fast allen bekannten Band zu haben. Überall in den Straßen war Musik zu hören, oft auch Indische Filmmusik, die von allen Indern immer voller Begeisterung mitgesungen wurde. Andere meiner Kollegen hatten eher ein Auge für die zahlreichen Geschäfte, in denen tonnenweise Goldschmuck angeboten wurde. Zum Einen haben wir hier ja gut verdient, zum Anderen war der Goldpreis äußerst niedrig. Gewöhnungsbedürftig waren die Metzgereien, die zum Beweis der sachgerechten Schlachtung der Tiere abgetrennte Köpfe vor der Eingangstür liegen hatten. Die dicken Fleischbrocken hingen dann teilweise einfach so in den Läden und nicht in irgendwelchen Kühltheken. Bei Temperaturen von weit über 40°C im Schatten (47°C war das höchste was ich erlebt habe) schon krass... In den größeren Städten, wo oft die riesigen Erdöl-Raffinerien angesiedelt waren, gab es (nach amerikanischem Vorbild) riesige Supermärkte. Eigentlich war hier in Saudi Arabien alles klimatisiert, jedes Fahrzeug, jedes Geschäft, jedes Restaurant usw. - ein ständiger Wechsel von heiß nach kühl und wieder heiß. Nicht selten hatten wir Schnupfen oder waren erkältet.

Ach ja, zu den Sonderheiten dieser arabischen Welt gehörte es auch, dass wir unseren Reisepass abgeben mussten, dafür ein sogenanntes "Iqama" (Arbeitsvisa) in Arabischer Schrift bekamen. Sogar unser Europäischer Führerschein wurde hier nicht anerkannt - wir mussten Monate warten bis wir nach zahlreichen Formalitäten einen Arabischen Führerschein bekamen. Besonders krass war's anfangs sich in dieser von Männern dominierten Welt zu bewegen. Überall nur Männer, nicht selten liefen diese Hand in Hand über die Straßen, lachten, sangen Lieder... "Sind die alle Schwul" fragten wir uns??? Eine Antwort hab ich die ganze Zeit nicht erhalten. Sicher war Homosexualität da, die Burka-verschleierten Frauen waren ja alle verheiratet und nur selten außerhalb ihrer vier Wände zu sehen. Wehe wenn bekannt wurde das z.B. jemand außerehelichen Kontakt zu einer Philippinischen Krankenschwester hatte dann wurd's aber gefährlich... Und ohne eigenen Pass konnte man das Land ja nicht verlassen. Die wohlhabenden Araber sind nicht selten nach Thailand geflogen und haben sich dort ausgetobt. Habe gerade erst erfahren, dass es laut Scharia noch heute für den Mann erlaubt ist sogenannte "Lustehen" zu führen. Was für eine verlogenen Gesellschaft...

Arbeitsaufenthalt in Saudi Arabien

To be continued...... .

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